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Haussperling_Feldsperling_Buchfink_Gruenfink_Bergfink
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Gimpel_Rotkehlchen_Kleiber_Buntspecht_Tuerkentaube

STUNDE DER WINTERVÖGEL

"Stunde der Wintervögel" - eine Aktion von BirdLife Österreich

Eine Aktion von BirdLife Österreich

 

(Fotos: Mike Langman (rspb-images.com)

 

 

 

 

 

 

Vögel zu füttern macht Spaß.


Bei Kälte und Schnee freuen sich viele Vögel über das Futter, das wir Menschen ihnen anbieten.
Spatzen am Futterhaus
Meisenknödel mögen nicht nur Meisen...

Und so mancher sonst scheue gefiederte Wintergast wurde schon am Futterhäuschen gesehen.
Kohlmeise am Nusssäckchen
Buntspecht an der Futterstelle

Durchschnittlich kennen Schulkinder nur noch 4 der 12 häufigsten heimischen Vögel!

 

Daher steht die STUNDE DER WINTERVÖGEL auch unter dem Motto

 

"Hinschauen bildet!"

Am häufigsten an unseren Futterhäusern zu beobachten sind:

Kohlmeise
Blaumeise

MEISEN

Tannenmeise
Haubenmeise

Für Meisen gilt: Klein, aber oho!

 

Kleine Insekten wie Blatt- und Schildläuse und deren Larven, sowie Raupen und Spinnen sind ihre natürliche Nahrung im Frühjahr und Sommer, dadurch helfen sie bei der biologischen Schädlingsbekämpfung im Garten.

Meisen sind in Österreich nicht gefährdet, in strengen Wintern kann der Bestand aber stark zurückgehen.

Der Tannenmeise und auch der Haubenmeise macht das Waldsterben zu schaffen, vor allem dort, wo Fichte und Tanne betroffen sind. Nistkästen werden immer gerne angenommen.

Im Winter sind an unseren Futterhäusern Sonnenblumenkerne, Hanfsamen und Erdnusskerne, vor allem in Talg-Fett-Mischung, ihre bevorzugte Leibspeise, am liebsten an hängenden Futtergeräten wie Meisenglocken und Meisenringen.

Spatzen

SPERLINGE

Hausspatzen-Paar (Weibchen und Männchen)
Feldsperling

Spatzen lieben Ihresgleichen und tauchen selten alleine auf!

 

Im Schwarm sind sie auch besser vor Greifvögeln wie Turmfalke oder Sperber geschützt. Als Feind tritt aber mehr und mehr der Mensch in den Vordergrund, indem er den Spatz seiner Brutplätze und Nahrungsgrundlage beraubt.

Vor allem das durch die Intensivierung der Landwirtschaft geschmälerte Nahrungsangebot macht dem Feldsperling zu schaffen.In Österreich steht er deshalb bereits auf der Vorwarnliste der gefährdeten Arten !

Die Förderung des ökologischen Landbaus mit seinen klein strukturierten Agrarlandschaften hilft ihm daher ebenso wie der Erhalt alter Obstgärten, von Hecken und Büschen und das Angebot von Nistkästen.

Sperlinge fressen gerne Getreide, Samen von Gräsern und Wildkräutern, Insekten, auch Beeren, z.B. vom Holunder.

Den Winter über bedienen sie sich am Futterhaus mit Sonnenblumenkernen, Mais, Hirse, Hafer- und Weizenkörnern und Hanfsamen.

Amseln (Männchen und Weibchen)

Amseln

 - auch Schwarzdrossel genannt  - verteidigen ihr Revier!

 

Sehenswert sind die Luftkämpfe mit arteigenen Rivalen, bei denen die Gegner fast senkrecht in die Luft steigen. Amseln sind  nicht gefährdet!

Wer sie im Garten fördern will, achtet auf kleine Stücke mit niedrigem Rasen oder offenem Boden.

Charakteristisch sind die Amselmännchen mit ihrem schwarzen Gefieder, dem orangegelben Schnabel und dem gelben Augenring. Die Weibchen sind unauffällig braun mit braunem Schnabel.

Im Sommer ernähren sich Amseln von Früchten, Beeren, dicken Regenwürmern, Käfern und Ameisen.

Am Futterhaus lieben sie Rosinen, Hafer- und Maisflocken, manchmal auch Sonnenblumenkerne.

Buchfinken - Weibchen und Männchen
Grünfink

FINKEN und GIMPEL

Bergfink
Gimpel (Dompfaff) -pärchen

Typisch ist der dicke Finkenschnabel !

 

Der Buchfink hält sich am liebsten in lichten Altholzbeständen, aber auch in Parks, Gärten und überall wo Bäume stehen auf.  Am Futterhaus nimmt er vegetarische Mahlzeiten in Form von Samen, Salat und Körnern ein.

Da Österreich reich an Buchenwäldern ist und der Bergfink sich auf Bucheckern spezialisiert hat, besucht er uns im Winter oft in Massen.  Am Futterhaus schmecken ihm auch Sonnenblumenkerne.

In Wäldern, Parks und Gärten mit hohen Bäumen und reichlich Sämereien von Gräsern und Kräutern trifft man Grünfinken (auch Grünlinge genannt)  sicher an. Bei der Winterfütterung nehmen sie Samenmischungen, am liebsten aber knackige Kerne von Sonnenblume oder Erdnuss.

 

Der Gimpel ist ursprünglich ein reiner Waldvogel. In den letzten Jahrzehnten wagt er sich aber mehr und mehr in Parks und Gärten vor.  Am Futterhaus bevorzugt er Rosinen, nimmt aber auch Sonnenblumenkerne an.

Rotkehlchen

ROTKEHLCHEN

sind Frühaufsteher -

sie singen bereits vor Sonnenaufgang !

 

Dichtes Gebüsch und ein bisschen ‚Wildnis’ in Garten und Grünanlage hilft, damit sich das Rotkehlchen einstellt.

Rotkehlchen sind etwa spatzengroße, hellbraune Vögel mit hellem, fast weißem Bauch. Durch die leuchtende, orange-rote Kehle sind sie unverwechselbar.

Sie sind nicht scheu, im Sommer halten sie sich oft in Menschennähe auf,  z. B. beim Umgraben im Garten - es könnte eine dicke Larve für sie abfallen. Außerdem baden Rotkehlchen gerne und oft.

Im Sommer ernähren sich Rotkehlchen von Insekten und deren Larven, Spinnen, Würmern und Schnecken; sie fressen auch gerne Beeren und weiche Früchte von heimischen Wildsträuchern.

Am Futterhaus mögen sie Haferflocken und Körner-Insektenmischungen in Talgmasse (sog. Energiekuchen). Das Talgfutter sollte in kleinere Teile zerbrochen und unter einem Strauch ausgelegt werden.

Kleiber

Nur diese Vogelart kann als einzige in Europa kopfüber einen Baumstamm hinab laufen !

 

Der Erhalt naturnaher Wälder hilft auch dem Kleiber. Als Bruthilfe können spezielle Kleiber-Nistkästen aufgehängt werden.

An bemoosten Stämmen alter Bäume kann man den Kleiber bei der Futtersuche beobachten. Seine natürliche Nahrung besteht im Sommer aus Insekten, die er auf und unter der Rinde von Bäumen ausfindig macht, sowie aus Bucheckern und Haselnüssen im Winter.  Er kommt auch  treu an alle Futterspender, an denen er sich ähnlich wie an Rinde festhalten kann, z.B. Futterrahmen oder Draht-Futtersäulen.

Am Futterhaus bevorzugen Kleiber Erdnussbruch und Körner in Pflanzenfett.