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"Standvögel" und andere "winterharte"

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Amsel_Meise_1_PICT3451_Gimpel_Kleiber
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PICT3462_Zeisig_Zaunkönig_Elster_Eichelhäher mit Nuß
Die Tage werden kürzer, die Temperaturen sinken - und die Zugvögel haben schon längst die Region verlassen, um Richtung Süden zu fliegen, der Sonne hinterher.
Zugvögel finden im Winter bei uns keine Nahrung, sie fliegen daher über tausende Kilometer in wärmere Gegenden
Alles versinkt unter tiefem Schnee - Essbares ist für viele Tiere kaum zu finden.....

 

 

Der Grund dafür ist die extreme Kälte und die Knappheit der Nahrung. Der Boden ist hart gefroren und teilweise von Schnee bedeckt, die Bäume sind kahl - Essbares ist für viele Tiere kaum zu finden. Was sind die Methoden einiger Vogelarten, den widrigen Umständen zu trotzen und in Eiseskälte zu überleben?


Ohne von Menschen gefüttert zu werden, können sie den Winter bei uns nicht überleben !

Der Boden ist hartgefroren, Beutetiere befinden sich tief unter der Erde im Winterschlaf -

 

STÖRCHE müssen am Ende des Sommers in den Süden ziehen.

 

Manche allerdings weisen ein gestörtes Zugverhalten auf und versuchen dennoch bei uns zu überwintern.


Ohne von Menschen gefüttert zu werden, könnten sie die grimmige Jahreszeit bei uns nicht überleben - und manche (wie Hansi und Lisa aus Zeltweg) verlassen sich auf menschliche Freunde.....
die Kohlmeisen freuen sich im Winter über Futternüsse
Spatzen (Sperlinge) lieben die fetthaltigen und nahrhaften Nussknödel

 Viele unserer einheimischen Vögel, wie die Amseln, ziehen nicht mehr in den Süden, um die kalten Wintermonate zu überstehen, sondern haben sich mit der Jahreszeit arrangiert. Sie sind sogenannte "Standvögel". Einige, die im Sommer vor allem Insekten fressen, steigen im Winter auf Samen und Körner um. So finden sie ausreichend Nahrung.

Amsel - Männchen (schwarz mit orangem Schnabel)
bedeutend unscheinbarer - das Amsel-Weibchen

Als Standvögel werden die Vogelarten eines Gebietes bezeichnet, die anders als Zugvögel keine regelmäßigen saisonalen Wanderungen durchführen, und anders als Strichvögel auch nicht bei Saisonwechsel andere regionale Nachbarschaften aufsuchen, sondern ganzjährig in diesem Gebiet bleiben.

Der Gimpel wird auch Dompfaff oder Blutfink genannt und besucht besonders gerne die Winterfutterstellen
Der Kleiber hat etwa die Größe eine Haussperlings und überwintert meist im Brutgebiet. Invasionsartige Wanderungen wegen Futtermangels kommen aber vor. Der im Frühjahr und Sommer hauptsächlich Insekten bevorzugende Vogel stellt sich ab dem Spätsommer auf Samen der Sonnenblumen, Koniferen usw. aber auch auf Nüsse um.

Es sind dies die Amseln, Finken, Meisen, Sperlinge (Spatzen), Gimpel, Feldlerchen, Grünlinge, die Kleiber und Rotkehlchen, Krähen, Elstern, Dohlen und Raben, Eichel- und Tannenhäher, die Fichtenkreuzschnäbel, die Stare, Drosseln und Zeissige und auch Stieglitz, Specht, Wintergoldhähnchen und Zaunkönig.
Buntspecht

Der Buntspecht gehört, wie sein Name verrät, zur Familie der Spechte.

 

Diese Vogelart kommt in Europa, aber auch in Nord- und Ostasien vor.

Er ist die am häufigsten vorkommende heimische Spechtart. Man kann ihm an vielen Orten begegnen. So fühlt er sich in Laub- und Nadelwäldern genauso wohl wie in Kulturlandschaften wie etwa Parks.

 

Im Winter kommt er auch in die Gärten.

unter der Baumrinde befindet sich allerlei Leckeres für den Specht
Buntspecht als Gast am Futterhäuschen

 

Der Buntspecht kann ja nach Jahreszeit seine Ernährung umstellen.

 

Frisst er in der wärmeren Jahreszeit vor allem und gerne Insekten und ihre Larven, so begnügt er sich in der Winterzeit aufgrund Insektenmangels mit pflanzlicher Nahrung wie etwa Nüssen, Beeren und Samen.


Zeisig

 

Der Zeisig ist ein kleiner grüner Fink mit schlankem, spitzem Schnabel.

 

Zeisige ernähren sich hauptsächlich von den Samen von Laub- und Nadelhölzern, feinen Sämereien, aber auch Insekten. Sie kommen im Winter im Tiefland häufig in riesigen Schwärmen vor und fallen durch ihr lautes Gezwitscher auf.


Der Zaunkönig ist eine streng geschützte Vogelart !!

 

 

Der Zaunkönig überwintert bei uns nur teilweise, der andere Teil zieht bis Nordspanien, Südfrankreich und Norditalien.

 

Die überwinternden Vögel suchen auch während der kalten Jahreszeit Insekten. Bevorzugt halten sie sich dann in Gewässernähe in Tieflagen auf.

 

Diese Vogelart ist landesweit geschützt !!


Elster

 

 

Elstern leben außer von Jungvögeln und Eiern auch noch von Insekten, von Feldmäusen, von überfahrenen Tieren, von Aas im allgemeinen, Getreidekörnern und anderen Pflanzensamen sowie dem, was sie als Allesfresser zusätzlich noch finden.

 

Elstern brüten nur einmal im Jahr und bleiben als Standvögel im Winter bei uns.


Es ist allerdings Unsinn, der Elster die Schuld am Rückgang verschiedener Singvogelarten zu geben. Strukturierte, abwechslungsreiche Landschaften bieten nämlich sowohl Elstern als auch Singvögeln ideale Lebensbedingungen.

Gerade dort, wo es besonders viele Elstern gibt, gibt es meistens auch besonders viele Singvögel und Singvogelarten.

Eichelhäher

 

 

Die bevorzugte Nahrung des Eichelhähers besteht aus Vogeleiern, Nestlingen, Mäusen, großen Insekten und Larven, diese tierische Nahrung dient hauptsächlich zur Aufzucht des eigenen Nachwuchses.

Er frisst aber auch pflanzliche Kost.



Vor dem Winter sammelt er Eicheln, Bucheckern, Nüsse und Esskastanien und versteckt oder vergräbt sie. Dadurch hat er immer einen Vorrat an Eicheln, die seine Lieblingsspeise sind.

 

Die Stimme des Eichelhähers kann von einem Kreischen bis zu hin zu einem leisen Gesang reichen. Wird er gestört, ertönt sein lautes Geschrei.
Der Eichelhäher bevorzugt Laub- und Mischwälder, kommt aber auch in Nadelwäldern und Parks mit dichtem Baumbestand vor.
Sein Nest baut der Eichelhäher etwa in 2 m Höhe in den Waldbäumen.