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RIESENBÄRENKLAU - schön, aber giftig !!

Riesenbärenklau - schön, aber giftig !

Die Berg- und Naturwacht versucht schon seit Jahren auf invasive Neophyten-Vorkommen aufmerksam zu machen.

 

Neben bereits eher bekannten Pflanzen wie Springkraut und Staudenknöterich - welche sich nach wie vor extrem ausbreiten und die heimische Vegetation verdrängen -  ist jetzt offensichtlich der sogenannte RIESENBÄRENKLAU im Vormarsch.

Hautverätzung durch den Riesenbärenklau

 

Leider wurde dieses Gewächs gerne als Zierpflanze gekauft, bei Berührung der Haut mit Blättern oder Stängel wirkt der Bärenklau allerdings phototoxisch!!

 
Das heißt in Verbindung mit Licht kommt es zu schmerzhaften Verbrennungen, welche nur schwer heilen und Narben auf der Haut zurücklassen !!!


Blätter und knospiger Blütenstand des Riesenbärenklau

 

Die Pflanze stammt ursprünglich aus dem Kaukasus und wird daher auch als Kaukasischer Bärenklau bezeichnet.

Sie ist in Gärten, Parks, an Straßenrändern, in Bach- und Flusstälern sowie auf Brachen anzutreffen und kann dort die heimische Vegetation verdrängen.

Sie besitzt dekorative Fruchtstände, die oft als Zierde verwendet werden. Die reifen Dolden werden zu diesem Zweck transportiert, wodurch der Mensch zur Ausbreitung beiträgt.

Der Riesen-Bärenklau ist inzwischen in ganz Mitteleuropa und Teilen Nordamerikas verbreitet und zählt dort zu den Neophyten. Aufgrund seiner guten Aussamung wurde er schnell zu einer Plage und bildet in kürzester Zeit große Bestände, die sich nur sehr schwer entfernen lassen.


In Europa wurde der Riesen-Bärenklau etwa 1890 als Zierpflanze eingeführt und zuerst in den Parks des englischen Königshofs angepflanzt.

Als Zierpflanze wird er noch heute gelegentlich in Gärten und Parks verwendet.

Typisch sind die violett gesprenkelten Stängel
Der Stängel ist innen hohl - bei Berührung drohen schwere Verbrennungen

Einsatzleiter Eregger beim fachgerechten Entfernen des Riesenbärenklau-Gewächses im Pfarrhof Zeltweg

Der Riesen-Bärenklau, auch Herkulesstaude oder Herkuleskraut genannt, ist eine Pflanzenart aus der Familie der Doldenblütler. Sie ist eine zwei- bis mehrjährige krautige Pflanze.


Der Riesen-Bärenklau bildet photosensibilisierende Substanzen namens Furanocumarine, die in Kombination mit Sonnenlicht phototoxisch wirken.

 

Berührungen in Verbindung mit Tageslicht können bei Menschen zu schmerzhaften Quaddeln und schwer heilenden Verbrennungserscheinungen (Photodermatitis) führen.

 

Es wird deshalb empfohlen, beim Umgang mit der Pflanze vollständige Schutzkleidung zu tragen, zu der auch ein Gesichtsschutz gehört.


Besondere Vorsicht bitten wir mit Kindern walten zu lassen!

 

Den hohlen Stängel (siehe Fotos) beispielsweise als Blasrohr zu verwenden, kann fatale Folgen nach sich ziehen !!!

Kann bis zu 4 m hoch werden!! - Die gigantische Blüte des Riesenbärenklau
Besondere Vorsicht mit Kindern walten lassen !!

Die Herkulesstaude wurde 2008 zur Giftpflanze des Jahres gewählt.    (Quelle: Wikipedia)