Die Steiermärkische Berg- und Naturwacht»Ausbildung - Fortbildung»Vortrag: Die Rückkehr der Wölfe in die Steiermark

DIE RÜCKKEHR DER WÖLFE IN DIE STEIERMARK

"Lernen mit dem Wolf  zu leben" - ein Vortrag in Wort und Bild von und mit unserem lieben Freund und Kameraden Arnold Heidtmann, Bezirksleiter der Berg- und Naturwacht Voitsberg

Willkommen Wolf !

Willkommen Wolf !

 

 

Schon seit längerer Zeit beschäftigt sich

die Bezirksstelle Voitsberg

mit der Thematik der

Rückkehr der Wölfe

in die Steiermark.

 

Fest steht, dass es bereits zwei Einzelgänger- Wölfe in der Steiermark und Kärnten gibt, die sich seit mittlerweile einem Jahr sesshaft hier aufhalten. Weitere Wölfe konnten bisher nur kurz nachgewiesen werden, bevor sie weiterzogen.


150 Jahre lang galten Wölfe in Österreich und weiten Teilen Europas als "ausgerottet" !
Der Wolf soll, im Einklang mit Bauern, Jägerschaft und Tourismus, wieder bei uns leben können

Der Wolf kehrt zurück - Hunde zum Herdenschutz sind schon da: In Tirol wird im Nationalpark Hohe Tauern die verloren gegangene Tradition der "Herdenschutzhunde“ wiederbelebt.

Der Unterschied zwischen Hund und Wolf

Wolfsrudel bestehen im Schnitt aus vier bis sechs Tieren, und ernähren sich in unseren Breiten in der Hauptsache von Rehen und Rotwild.

 

Aus Sicht des Wolfes sind ungeschützte Nutztierherden allerdings eine leichte Beute, die er mit vergleichsweise geringem Risiko angreifen kann. Wenn sich eine günstige Gelegenheit ergibt, wird der Wolf diese wahrscheinlich nutzen.


Im Nationalpark Hohe Tauern hat man sich auf die Rückkehr der Wölfe eingestellt

 

 

 

Im Nationalpark Hohe Tauern läuft bereits ein Projekt zum Einsatz von Herdenschutzhunden.

 

Man möchte auf Wolf, Luchs und Co. eingestellt sein.


Wolf und Landwirtschaft: Ein guter Schutz sind Herdenhunde

Herdenschutzhunde arbeiten selbstständig aus ihren natürlichen Instinkten heraus und können daher nicht zum „schützen“ erzogen werden. Im Grunde reicht bereits die Anwesenheit eines Herdenschutzhundes oder eines Hirten, um die meisten Wildtiere abzuschrecken.

 

Herdenschutzhunde bringen durch lautes Bellen und ihre imposante Erscheinung einen Beutegreifer dazu, einen Angriff erst gar nicht zu wagen. Außerdem arbeiten Herdenschutzhunde in der Regel nicht allein und können daher auch bei einem Wolfsrudel eine ernstzunehmende Gegenwehr leisten.

Wildtiere im Einklang mit Landwirtschaft, Jägern und der Bevölkerung

 

 

Arnold Heidtmann hatte einen Vortrag in Wort und Bild vorbereitet, in welchem er anschaulich die Problematik schilderte, das Überleben dieser edlen Wildtiere in Einklang mit den Landwirten, der Jägerschaft und auch der Bevölkerung zu bringen.


"Der Wolf dürfte in unserem Land noch immer Feinde haben", vermuten Biologen und Verhaltensforscher
Für den Menschen geht vom Wolf keinerlei Gefahr aus

"Der Wolf dürfte in unserem Land noch immer Feinde haben“, vermutet Kurt Kotrschal , Biologe, Verhaltensforscher und die heimische Instanz in Sachen Wölfen bei einem News-Interview. "Aber Österreich ist ja auch das einzige Land, in dem 30 Braunbären plötzlich wieder ‚verschwunden’ sind“, meint Kotrschal vielsagend.

WWF-Experte Pichler pflichtet ihm bei und will nicht ausschließen, dass "das eine oder andere schwarze Schaf unter Österreichs 100.000 Jägern schon einen Wolf geschossen hat.“

 

Für den Menschen geht vom Wolf keinerlei Gefahr aus. Die Tiere sind sehr scheu und ziehen sich zurück, wenn sie Menschen wittern.
Wölfe sind für Laien von Hunden oft nur schwer zu unterscheiden, meistens sind deshalb angebliche Wolfs-Beobachtungen schlichtweg Irrtümer.

Der WWF macht sich für die Rückkehr der Wölfe in heimische Wälder stark

Gerade der WWF macht sich für die Rückkehr der Wölfe in heimische Wälder stark, "und zwar deshalb, weil sie eine wichtige Funktion erfüllen“, sagt der WWF-Experte Pichler.

Es gehe darum, Hirsch, Reh und Gämse in Schach zu halten. Deren hoher Bestand führe in den Gebirgswäldern zu starkem Verbiss-Druck, der Wald könne sich nicht ausreichend verjüngen und verliere so seine Schutzfunktion gegen Hochwässer, Muren und Lawinen.

Der Wolf würde eine regulierende Funktion einnehmen, da sich das Wild auf der Flucht vor ihm ungleichmäßig über größere Gebiete verteilt und dadurch wieder verbissfreie Flächen entstehen. Insbesondere in alpineren Gefilden, wo große Teile des Waldes im Steilgelände liegen, wäre das gerade für den Katastrophenschutz wichtig.