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Bergwächter WERDEN -

Bergwächter SEIN


„Bedeutende Dinge geschehen nur, weil manche
dazu bereit sind, mehr zu tun, als sie müßten!“
(Hermann Gmeiner)

 

Der Entschluß Berg- und Naturwächter zu werden resultiert meist und vorrangig aus dem Bedürfnis, dieses entscheidende Bißchen mehr tun zu wollen und bei vielen auch aus einem gewissen Gefühl, dazu berufen zu sein.

 

Mitzubringen ist neben dieser Einsatzbereitschaft vor allem ein hohes Maß an Liebe zu unserer Umwelt, zu Pflanzen und Tieren und letztlich auch zu den Menschen. Kameradschaft, Teamfähigkeit und Freude an gemeinschaftlichen Arbeitseinsätzen sind eine Voraussetzung und gute Ideen immer willkommen.

Bergwächter beim Bezirkseinsatztag in Pusterwald
Bergwächter beim Murauen - Lokalaugenschein

Was wir wissen müssen:

 

Die Berg- und Naturwacht wurde als Körperschaft öffentlichen Rechts ins Leben gerufen, sie untersteht der Bezirksverwaltungsbehörde und unterstützt Land und Gemeinden in allen Belangen des Umwelt- und Naturschutzes.

 

Bergwächter verstehen sich nicht als Verwaltungsorgane mit erhobenem Zeigefinger, sondern vielmehr ist es unsere Aufgabe zu schützen, zu pflegen und aufzuklären. Auch die Jugendarbeit liegt uns sehr am Herzen, da schon die positive und liebevolle Einstellung der Allerjüngsten zur Natur eine wichtige Grundlage für Umweltverständnis und Achtung vor allem Leben ist.

Führung der Kindergartenkinder von Eppenstein zum Ameisenlehrgang
Ameisenhaufen sind ganz schön spannend....

Sensibilisierung für die Zusammenhänge und Kenntnis der biogenen Prozesse als Grundlage sollte nicht nur für uns Bergwächter eine wichtige Basis sein, um sinnloser Vergeudung, Zerstörung und Vernichtung unserer Ressourcen entgegen zuwirken und die Natur als Lebensgrundlage aller Geschöpfe zu
begreifen.

 

Es gibt keinen Organismus der völlig isoliert leben kann -

jegliche Lebewesen stehen in einer vielfältigen Wechselwirkung mit ihrer Umwelt, bilden die Biozönose, also Wechselbeziehungen und sogenannte Symbiosen, das heißt sie leben nicht nur miteinander, sondern auch von und durch einander.

Diese Verbindung der Organismen mit ihren Lebensräumen bildet das Ökosystem
 
Die Natur denkt in Kreisläufen und für uns Menschen, die wir bereits seit etwa der Steinzeit die Umwelt beeinflussen, sollte die Erhaltung sämtlicher Lebensräume (das griechische Wort dafür ist BIOTOP) das vorrangige Ziel sein.

Erdkröten-Pärchen
Ökosystem Ameisenhaufen

Anwerbung und erste Kontakte:

 

Nach ersten allgemeinen Gesprächen mit Berg- und Naturwächtern erwacht weiteres Interesse und es erfolgt eine herzliche und freundschaftliche Aufnahme in der Gruppe einer Ortsstelle des jeweiligen Wohngebietes.

 

Kameradschaft, gegenseitige Unterstützung und Bereitschaft zu Hilfe und Beratung wirken verbindend und der Entschluß, sich der Gruppe anzuschließen führt endlich dazu, sich der Organisation als Anwärter zur Verfügung zu stellen. Damit verbunden ist ein Jahr Anwartschaftszeit, in dem man bereits wie ein vollwertiges Mitglied in der Gruppe zu allen Einsätzen, Projekten, Besprechungen und Treffen eingeladen und herangezogen wird.

 

Ein Jahr zum Lernen und Beobachten nützt nicht nur dem „Neuling“, sondern dient auch der gesamten Gruppe zur Auffrischung des bereits Erlernten und von Praktischem, an das oft genug die „Altgedienten“ wieder mit frischer Motivation herangehen, wenn neue Ideen und Elan vom Anwärter eingebracht
werden.

 

Es ist nicht nur lehrreich, sondern oft genug auch bereichernd und beglückend bei Arbeitseinsätzen gebraucht zu werden und beim gemütlichen Beisammensitzen hinterher dann das Erlebte und Geleistete durchzubesprechen.

Jauseneinladung bei der Mostschenke Korer nach einem Arbeitseinsatz
Nach einem Vortrag - gemütliches Beisammensein mit Jause beim Heurigen Eibensteiner

Aller Anfang….. :

 
Das Jahr der Anwartschaft beginnt oft, wie im Falle der Ortsgruppe Weißkirchen, cirka um die Osterzeit mit einem groß angelegten Amphibienschutzprojekt.

 

Mehrere hundert Meter Schutzzaun sind zu errichten, um hunderten Tieren während der im Frühjahr einsetzenden Krötenwanderungszeit über stark befahrene Straßenstücke das Überleben zu sichern.

 

Natürlich ist sowohl diese Grabarbeit, wie auch das frühmorgendliche Entleeren der Fangkübel, cirka einen Monat lang, alles eher als gemütlich; das zufriedenstellende Gefühl, jährlich hunderten Tieren das Leben gerettet und letztlich für das Überleben einer aussterbenden Art gesorgt zu haben, ist dabei
aber mit nichts zu vergleichen.

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Im Zuge von monatlichen Zusammenkünften werden nicht nur weitere Arbeitseinsätze geplant, Vorgehensweisen koordiniert und Einteilungen getroffen, sondern es kommen auch Gemütlichkeit und Kameradschaftspflege nicht zu kurz.

 

Auch Ausflüge, Wanderungen, ja sogar Besichtigungen ansässiger Wirtschaftsbetriebe stehen am Einsatzplan.

 

Zu den besonderen Erlebnissen zählen die einmal im Jahr für die Bezirksstellen organisierten Almseminare und Naturlehrgänge.

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Lernen und Erleben:

 

Ein Wissenschaftler der Forschungsstelle für Landwirtschafts- und Vegetationskunde, engagiert von der Naturparkakademie Steiermark, führt die Gruppe von Berg- und Naturwächtern verschiedener Bezirke in launiger, unterhaltender Weise und mit fachlichem Wissen auf höchster Ebene durch eine liebliche Naturlandschaft und versteht es, die Augen für die Gegebenheiten der Almwirtschaft und Bewirtschaftung, sowie die Wichtigkeit und Notwendigkeit derselben mit anschaulichen Erklärungen und bildlichen Beschreibungen zu öffnen.

 

Wir erfahren wie hoch der Naturschutzwert einer bewirtschafteten, beziehungsweise einer unbewirtschafteten Alm ist, welchen Nutzen die Natur selbst aus der Arbeit des Menschen zieht; inwieweit es besser ist, die Natur sich selbst zu überlassen und was wir von der Natur lernen können.

Lehrgang über Almbewirtschaftung in entsprechender Umgebung
Jedes Lebewesen hat in der Natur seine Bedeutung und erfüllt einen Sinn

„Wir lernen heute neu, was die Alten schon immer wussten!“

 

Vieles an natürlichem Wissen ist uns durch die Übertechnisierung in unserer heutigen Zeit bereits abhanden gekommen. Wir sollten uns bald auf Werte aus früherer Zeit besinnen und versuchen, zurückzugehen zu unseren Wurzeln und zu einem Leben mit und nicht gegen die Natur.

Ziel der Exkursion "Neue Lebensräume an der Mur" war es, die flusstypischen Strukturen sowie die immense Gestaltungskraft der Mur kennen und auch erkennen zu lernen.

 

Der natürliche Zustand der Mur hat sich durch menschliche Eingriffe und ihre Auswirkungen über die Jahre massiv verändert - und das nicht immer zum Vorteil der Landschaft und der darin lebenden Flora und Fauna.

 

Durch großangelegte Restrukturierungsmaßnahmen hat man nun Möglichkeiten zur Verbesserung des Zustandes der Mur, der daran angrenzenden Auwälder und der Lebensbedingungen der damit in Verbindung stehenden Fische, Amphibien und Insekten gefunden.

 

Zwischen 2003 und 2007 wurde an der Oberen Mur ein LIFE-Natur Projekt als inneralpines Flussraummanagement durchgeführt und dabei konnten beachtliche Erfolge in Bezug auf die Verbesserung des Zustandes dieses bedeutendsten Flusses unserer Region erzielt werden.

Der Einsatzleiter der Bergwacht Weißkirchen mit Hund an einem Nebenarm der Mur in Weyern bei Zeltweg

Ziel des LIFE-Projektes „Inneralpines Flussraummanagement Obere Mur“

ist es nun, die noch vorhandenen naturnahen Auen- und Flusslandschaften der Mur zu sichern beziehungsweise die Entstehung neuer zu initiieren. Möglich wurde dies durch die erfolgreiche Anbindung beziehungsweise Neuanlage von Nebenarmen.

 

Die erfolgreiche Umsetzung des Projektes ist auf das positive Zusammenwirken des Projektträgers Land Steiermark mit den Fischereiberechtigten, den Murauer Stadtwerken und der Baubezirksleitung Judenburg zurückzuführen.


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Botschafter der Natur:

 

Ein sehr eindrucksvolles Erlebnis für einen Anwärter ist wohl auch das Landestreffen im Herbst, bei dem neben dem Großteil der 2200 Berg- und Naturwächter aus 165 Ortsstellen der Steiermark auch noch eine große Anzahl bekannter Persönlichkeiten aus der politischen Ebene des Landes Steiermark anwesend sind.

 

In einer Vielzahl von Referaten und Ansprachen wird auf die gerade in unserer heutigen Zeit immer höher werdende Notwendigkeit der als Körperschaft öffentlichen Rechts eingerichteten Berg- und Naturwacht hingewiesen, sowohl die Gemeinde- als auch die Landesbehörden bei der Überwachung der landesrechtlichen Vorschriften zum Schutze der Natur zu unterstützen.

Dafür fühlen wir uns zuständig, dafür wollen wir gemeinschaftlich eintreten!

v.l. Landesleiter-Stellvertreter Günther Gangl, OAR Michael Binder-Kriegelstein vom Amt der Stmk.Landesregierung FA Naturschutz, BH-Stellvertreter Mag.Peter Plöbst und Bezirkskassier Sepp Trügler
Bergwächter beim Bezirkstag 2010

Bergwächter bei der Angelobung durch BH-Stv. Plöbst beim Bezirkstag 2010

Natur- und Umweltschutz mit der Bevölkerung - für die Bevölkerung

 

Kameradschaft, Freundschaft und Gemeinschaft zu leben, Aufklärung und Information zu betreiben, sind die Grundlagen dieser ehrenamtlichen Tätigkeit.

 

Rund 80 Angelobungen pro Jahr in der Steiermark geben Zeugnis für die ständig  steigende Bereitschaft, Veranwortung zu übernehmen und den Schutz, die Pflege und Erhaltung der wildlebenden Fauna und Flora als oberstes Ziel anzusehen. 


Sauberes Wasser, gesunde Natur, frische Luft - Gottesgeschenke sind für jeden da !

 

Gerade einem Anwärter wird in diesen Stunden besonders bewußt, daß wir in der  Steiermark leben, im Herzen eines der schönsten Länder der Erde, inmitten Österreichs -

daß wir uns hier immer noch auf einer Insel der Seeligen  befinden, in einer grünen Oase -

und daß wir dieses Leben in einem solchen Land als Gottesgeschenk hochachten sollten.

 

 

... und daß wir einen gemeinsamen Auftrag haben:


2200 Berg- und Naturwächter in der Steiermark sehen sich nicht als Kontrollorgan mit erhobenem Zeigefinger, sondern sowohl als Heger und Bewahrer, als auch als Aufklärer und Lehrer für unsere nächsten Generationen, unsere Kinder.
Staunen und Begeisterung über ein Vogelnest
Ein Erdkrötenpaar und schützende Kinderhände

Schulung - und ein ganz besonderes Motto:

 

Eine der wichtigsten Aufgaben der Berg- und Naturwächter ist die Aufklärung vor allem der Kinder im Bezug auf die Natur und Umwelt, das Bewußtmachen der Abläufe und all der kleinen Wunder, die da ständig - und oft unbeachtet - direkt vor unseren Augen geschehen.

 

„Schule auf dem Weg nach draußen“ ist das Jahresmotto und für den Anwärter die Gelegenheit zu besonders netten Erlebnissen.

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Die Wanderung am Ameisenlehrpfad und das Reinigen von Nistkästen, sowie die Betreuung des Amphibienschutzzaunes an einem Morgen werden gemeinsam mit Kindern aus den örtlichen Kindergärten durchgeführt und die Begeisterungsfähigkeit und Freude der Kleinen an Ameisenbiotopen, Vogelnestern und Erdkrötenpärchen ist richtigehend ansteckend.


Was es da nicht alles zu entdecken und zu erfahren gibt - und nicht nur für die Kleinen, sondern auch für die erfahrenen Berg- und Naturwächter und vor allem für den Anwärter !!

 

Aber natürlich lernen wir nicht nur von den Kindern, sondern es gibt auch eine Einladung zu einer Anwärter-Schulung nach Kalwang im Herbst.

Schulung zum Berg- und Naturwächter durch die Landesleitung in Kalwang

 

Neben dem sehr ausführlichen Teil über

Rechte und Pflichten des Berg- und Naturwächters und die landesrechtlichen Vorschriften zum Schutze der Natur, vorgetragen von Mag. Fridolin MAIER und unterstützt vom Landesleiter OAR Hermann ULLER, gibt es auch einen interessanten Wort- und Bild- Bericht von Herrn Berthold KIRCHLEITNER, einem langjährigen und sehr erfahrenen Bergwächter, über das empfohlene Verhalten bei einem notwendigen Einschreiten im Falle einer vorliegenden Gesetzesübertretung.


Mitarbeiterin der Landesleitung, Frau Mag. Ilse KÖNIG
Landesleiter der Steiermärkischen Berg- und Naturwacht bis 2009, OAR Hermann ULLER

Zuletzt folgt noch ein äußerst  lehrreiches Referat von Frau Mag. Ilse KÖNIG über Biologie und Ökologie.

Die Anwärter werden nicht nur über das Berg- und Naturwachtgesetz informiert, sondern auch darin geschult, mit wieviel Geschicklichkeit, Fingerspitzengefühl und in welcher Tonart der Berg- und Naturwächter auf Personen zugehen und  einwirken sollte, die bewußt oder unbewußt ein fehlerhaftes Verhalten an den Tag legen.

 

Auch über das Ökosystem, Zusammenhänge von Energieflüssen, sowie Vernetzung und Verbindung der Organismen mit ihren Lebensräumen und daß zum Beispiel der Großteil unserer Biomasse in den Meeren produziert wird, erfahren wir an diesem informativen Tag -

Schule ist für viele von uns schon lange her - eine Auffrischung in diesen Wissensgebieten daher durchaus sinnvoll.

Die Berg- und Naturwacht-Gruppe Weißkirchen als Abordnung bei der Totengedenkfeier am Hauptplatz

Das Jahr geht zu Ende….:

 

…. wir gedenken verstorbener Kameraden und Bergwacht-Mitglieder und zu  Allerheiligen ist die Teilnahme an Totengedenkfeiern des Kameradschaftsbundes als Abordnung für Bergwächter Ehrensache.

 

 Die kurze Verschnaufpause während der Winterzeit nützen wir für Rückblicke, ein erstellter Tätigkeitsbericht zeugt von eindruckvollen Zahlen geleisteter Arbeitsstunden und, im Zusammenhang damit zu Einsatzstellen gefahrener Kilometer im abgelaufenen Berg- und Naturwacht-Jahr.


Schon Ende Februar wird es für den Anwärter aber richtig spannend:

 

Wir werden zu einer Schulung durch den Bezirkshauptmann-Stellvertreter ORR Mag. Plöbst, Frau OAR Spreitzhofer,  den Bezirksnaturschutzbeauftragten Mag. Walcher und unseren Bezirksleiter

Ing. Lerchegger in die Bezirksverwaltungsbehörde gebeten, um gemeinsam das Erlebte und Gelernte während des Anwartschaftsjahres zu besprechen und nochmals durchzunehmen, worauf es bei der zwei Wochen später in ebendieser Behörde stattfindenden Befragung der Anwärter ankommt und worauf man dabei vorbereitet sein sollte.

Bezirkstag 2009 beim Katzlinger-Wirt mit Angelobungen durch die Bezirkshauptfrau, die Naturschutzbeauftragte der Bezirksverwaltungsbehörde und den Bezirksleiter der Berg- und Naturwacht
Bezirkstag 2010 in Möderbrugg mit Angelobungen durch den Bezirkshauptmann-Stellvertreter, den Landesleiter-Stellvertreter und einen Vertreter der Steiermärkischen Landesregierung

Das große Finale - die Angelobung:

 
Ein neues Arbeitsjahr hat begonnen - ein Anwartschaftsjahr endet:

 

Nach erfolgter und „bestandener“ Befragung lädt die Bezirksleitung der Steiermärkischen Berg- und Naturwacht im Einvernehmen mit der Bezirksverwaltungsbehörde zum

 

BEZIRKSTAG.

 

In einem gemütlichen Lokal der Region finden sich neben den meisten Mitgliedern der verschiedenen

Ortsstellen des Bezirkes, sowie dem Landes- und dem  Bezirksleiter, auch viele führende

Persönlichkeiten aus der politischen Ebene des Landes und der Bezirke ein.

Entspannte Atmosphäre und spannende Reden beim Bezirkstag in Möderbrugg 2010

In diesem feierlichen Rahmen bekommen wir nicht nur eine Rückblende auf das vergangene Bergwacht-Jahr zu hören, sondern auch einige hochinteressante Vorträge und Referate.

 

Zum Beispiel referiert die Bezirkshauptfrau Hofrätin Mag. Buchacher über den ökologischen Fußabdruck des Menschen, der nur noch bei sorgsamstem Umgang mit der Natur verkleinert werden kann, da wir bereits dreimal mehr (!) Energie verbrauchen, als die Natur reproduzieren kann und bringt uns die Endlichkeit unserer Ressourcen sehr eindrucksvoll zu Bewußtsein.


Die Referate der Herren OAR Michael Binder-Kriegelstein vom Amt der Steiermärkischen

Landesregierung, Fachabteilung 13c (Naturschutz), sowie des Vertreters der Bezirksverwaltungsbehörde, Bezirkshauptmann-Stellvertreter Mag. Peter Plöbst machen sehr nachdenklich.

 

Der größte Reichtum dieser Erde ist die Artenvielfalt.
Jedes Lebewesen hat seine Bestimmung, keines lebt für sich allein, jedes ist auf andere angewiesen um überleben zu können.

 

Wir Menschen sind das einzige Geschöpf der Erde, das es fertigbringt, ganze Arten von Tieren oder auch Pflanzen an den Rand des Aussterbens zu drängen, indem wir diese ihrer Lebensräume und Nahrungsquellen berauben.

 

„AUSGESTORBEN“ aber bedeutet:

Für immer und alle Zeit verloren, unwiederbringlich weg und nie wieder zurückzuholen !!!

Sepp FREIGASSNER und Edi LIEBMINGER von der Bergwacht-Gruppe Weißkirchen: Ehrennadeln in GOLD für 30- bzw. 40-jährige Mitgliedschaft in der Organisation

 

Und natürlich berichtet unser Bezirksleiter Ing. Udo Lerchegger zusammenfassend über Einsätze, freiwillige Leistungen, Fortbildungen, Dienstbesprechungen, erfolgte Neuwahlen und die jeweils dafür aufgewendeten Stunden der ehrenamtlich tätigen Berg- und Naturwächter des Bezirkes, unter dem
Motto:

„Ehrenamt macht nicht reich, aber es bereichert !“


 


Im Zuge dieser gemütlichen Feier werden auch verdiente Ehrungen an einigen Bergwacht-Mitgliedern vorgenommen, welche bereits 30 und sogar 40 Jahre ihre Energie in den Dienst der Umwelt gestellt haben. 
 
Ihnen wird die Ehrenspange in Gold verliehen.
die Bergwachtgruppe Weißkirchen im Jahre 2009 mit dem damaligen Landesleiter Uller und Bezirksleiter Lerchegger

 

 

…. und, ebenfalls in diesem Rahmen, kommt es für den Anwärter zum wohl spannendsten Augenblick des Anwartschaftsjahres - der

Angelobung

 

und im Anschluß zur Überreichung von Dienstabzeichen und Dienstausweis.


Wir leben und wirken nach dem Leitsatz von George Bernard Shaw:

 

„Was gegen die Natur ist, hat auf die Dauer keinen Bestand“